Partnerschaft für Demokratie Höhr-Grenzhausen veranstaltet 8. Demokratiekonferenz

Am 15.10.2019 richtete die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Höhr-Grenzhausen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ die nunmehr 8. Demokratiekonferenz aus.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Thilo Becker sowie Stefan Wolfram vom Projekt Arbeit und Lernen e.V. als Koordinierungs- und Fachstelle der PfD hatten die Öffentlichkeit in die Gaststätte „Till Eulenspiegel“ eingeladen, um über die Projekte im Jahr 2019, die Planungen für 2020 sowie die für das kommende Jahr geplante Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach zu informiere. Darüber hinaus wurde die Ausstellung „Was los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ im Rahmen der Demokratiekonferenz eröffnet.

In seiner Begrüßung stellte Bürgermeister Thilo Becker noch einmal die wichtige Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms in den Fokus. „Unsere Demokratie gilt es zu verteidigen. Die Demokratie und wir BürgerInnen müssen in der Lage sein, Stammtischparolen und Angriffen jeglicher Art standzuhalten und entgegen zu treten.“ Thilo Becker wies aber auch darauf hin, dass Alltagsrassismus in verschiedensten Ausprägungen ein großes Problem ist „Er verbirgt sich vielleicht in manchem harmlos anmutenden Witz, wo man aber immer sagen muss „Stopp, hier wird eine Grenze überschritten, bist du dir darüber im Klaren, was du hier äußerst?! Wie kommt das bei deinem Gesprächspartner an!?“ Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ leistet die PfD Höhr-Grenzhausen durch Projekte wie das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen wichtige Arbeit.

Stefan Wolfram informierte anschließend über die im Jahr 2019 geleistete Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms in Höhr-Grenzhausen. Unter den Schwerpunkten Förderung von Demokratieverständnis, Extremismusprävention sowie Förderung und Ausgestaltung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens wurden ganz unterschiedliche Projekte durchgeführt. Das Theaterstück „Die Sehnsucht nach Frühling“ der Berliner Compagnie und ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen mit Prof. Dr. Boeser-Schnebel fanden bereits im Frühjahr 2019 statt. Zu der Veranstaltung anlässlich des Shoah-Gedenktages im Januar kamen über 150 BesucherInnen in die evangelische Kirche nach Höhr-Grenzhausen. Das Café Kunterbunt bietet über das Jahr hinweg in der Kindertagesstätte „Die Arche“ deutschen und ausländischen Familien einen Rahmen zum Kennenlernen und für gemeinsame Unternehmungen. Eine Vortragsveranstaltung mit Sascha Bisley (Autor „Zurück aus der Hölle“), ein Schulworkshop zum Thema „Potentiale entfalten/Demokratie stärken“, die Friedenswoche der Tibetinitiative sowie das für die Schulen angebotene Theaterstück „Das Mädchen mit der roten Kappe“ des Kölner Künstlertheaters werden in den verbleibenden Wochen des Jahres noch stattfinden und die durchgeführten Projekte abrunden.

Für das kommende Förderjahr laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Durch den Zusammenschluss mit der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach zur Partnerschaft für Demokratie im Kannenbäckerland erhoffen sich alle Beteiligten neue Impulse und ein größeres Einzugsgebiet für die so wichtige Arbeit im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Stefan Wolfram ermutigte Vereine und Initiativen, mit Projektideen an ihn heranzutreten. Aber auch Einzelpersonen, die kein Projektträger sein können, forderte Stefan Wolfram auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. „Die Koordinierungs- und Fachstelle sowie das federführende Amt im Rathaus unterstützen bei der Projektplanung, der Umsetzung und bei den Formalitäten. Wenn Sie eine Idee haben, die zum Bundesprogramm passt, sprechen Sie uns an!“.

Die Projektplanungen für das Jahr 2020 sehen aktuell Vorträge und Workshops zu aktuellen Entwicklungen in der rechten Szene, einen Blick auf die historische Entwicklung des Rassismus, verschiedene Filmvorführungen, interkulturelle Vorträge/Veranstaltungen zum „Zusammenleben“ und zur „Gestaltung des Sozialraumes“ vor. Darüber hinaus sollen die Themenbereiche Rassismus im Alter sowie Vorurteilsbildung im Elementarbereich behandelt werden. Stefan Wolfram wies aber darauf hin, dass die Planungen nicht in Stein gemeißelt sind. „Das federführende Amt und ich erstellen für jedes Förderjahr einen Maßnahmenplan. So können sich potentielle Projektträger ggf. Anregungen und Ideen für eigene Projekte holen und wir können reagieren, sofern keine Projektanträge eingehen.“

Im Anschluss an die Demokratiekonferenz wurde die Wanderausstellung „Was´ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ eröffnet. Die bundesweite Wanderausstellung wurde in Höhr-Grenzhausen erstmals außerhalb von Celle gezeigt. Sie nähert sich den Themen Islamdiskurs, Islamismus und Muslim*innen in Deutschland auf einer spannenden, psychologischen Ebene. Dabei ist sie wissenschaftlich fundiert, präventiv, jugendgerecht und gemeinsam mit jungen Muslim*innen in Deutschland 2018-2019 entwickelt worden.

Die Ausstellung kann als eingefrorenes, psychologisches Theaterstück beschrieben werden. Besucher*innen bewegen sich durch eine multimediale Szenerie von 30 lebensgroßen Figuren in 11 Szenen. Über Lautsprecher kommunizieren die Figuren miteinander, über Kopfhörer sind ihre Gedanken zu hören. In dieser multimedialen und interaktiven Umgebung finden die Besucher*innen Impulse zur Reflexion rund um den deutschen Islamdiskurs oder Themen wie Zivilcourage, Antisemitismus oder kritischer Medienrezeption.

Die Wanderausstellung zum Islamdiskurs unterstützt junge Menschen darin, populistischen und menschenverachtenden Meinungen und Ideologien entgegenzutreten und die Welt in ihrer Komplexität wahrzunehmen. Gleichzeitig regt sie zum Nachdenken über gesellschaftliche Fragen an, wobei die zentrale Frage lautet: „Wie wollen wir in unserer Gesellschaft leben?“.

„Was’ los, Deutschland!?“ ist eine Idee und ein Projekt der CD-Kaserne gGmbH. Die Umsetzung erfolgte durch ein multidisziplinäres Projektteam. Kooperationspartner*innen waren u.a. Mitglieder des YouTube-Formats „Datteltäter“, das Theaterkollektivs „Markus & Markus“, Comic-Zeichnerin „tuffix“ und die Firma „Werkhaus“. Der Landespräventionsrat Niedersachen, die Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen und das Niedersächsische Kultusministerium begleiteten die Entwicklung.

Finanziert wurde die Entwicklung der Ausstellung „Was‘ los, Deutschland!?“ durch das Landesdemokratiezentrum am Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium mit Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie durch die Stiftung Niedersachsen, das Niedersächsische Kultusministerium und die Sparkasse Celle.

(Quelle: CD-Kaserne gGmbH Celle; https://waslosdeutschland.info/#ueber)

Einladung zur 8. Demokratiekonferenz

Eröffnung der Ausstellung „Was`los Deutschland!? – Ein Parcours durch die Islamdebatte“

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zur 8. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Höhr-Grenzhausen mit gleichzeitiger Eröffnung der Ausstellung „Was´ los, Deutschland!? Ein
Parcours durch die Islamdebatte“ am Dienstag, 15. Oktober 2019 um 18.00 Uhr in die Gaststätte „Till Eulenspiegel“, Rathausstraße 34, 56203 Höhr-Grenzhausen ein.

In diesem Rahmen möchten wir Sie informieren über:
– Aktuelle Entwicklungen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“,
– den ab 2020 geplanten Zusammenschluss mit der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach zur „Partnerschaft für Demokratie im Kannenbäckerland“ sowie
– die bisher geförderten und künftig geplanten Projekte.

Darüber hinaus wird im Rahmen der diesjährigen Demokratiekonferenz die Wanderausstellung „Was´ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ feierlich
eröffnet werden. Die Veranstaltung wird Ihnen Vernetzungsmöglichkeiten und interessante Gespräche bieten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Informationen zur Umsetzung des Bundesprogramms finden Sie unter www.demokratieleben.hoehr-grenzhausen.de oder www.demokratie-leben.de

Über Ihr Interesse und Ihre Beteiligung freuen wir uns sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Wolfram (P.A.u.L. e.V.) & Thilo Becker (Bürgermeister)

Was‘ los, Deutschland!? – Ein Parcours durch die Islamdebatte

Im Rahmen einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ konnte das Projekt Arbeit und Lernen e.V. die Wanderausstellung für
Jugendliche und Interessierte vom 15.10. – 24.10.2019 nach Höhr-Grenzhausen (Ausstellungsort „Till Eulenspiegel“) holen. „Was‘ los, Deutschland!?“ ist mehr als eine Auseinandersetzung zu einem der meistdiskutierten Themen unserer Zeit: Die Ausstellung informiert, interveniert und fordert zur selbständigen Reflexion auf. Sie soll junge Menschen darin unterstützen, populistischen und menschenverachtenden Meinungen und Ideologien entgegenzutreten und die Welt in ihrer Komplexität wahrzunehmen. Gleichzeitig wird zum Nachdenken über gesellschaftliche Fragen angeregt, wobei die zentrale Frage lautet: „Wie wollen wir in dieser Gesellschaft leben?“ Der Kern der Wanderausstellung kann als eingefrorenes Theaterstück beschrieben werden, kombiniert mit einer systemischen Strukturaufstellung. Besucher*innen bewegen sich durch eine multimediale Szenerie von 27
lebensgroßen Figuren in 12 Szenen, die jeweils für sich, aber auch im Zusammenhang stehen. Über Lautsprecher kommunizieren die Figuren miteinander und über Kopfhörer sind ihre Gedanken zu hören. Die Besucher*innen sind in der Ausstellung auf diese Weise ständig aufgefordert, sich mit den Protagonist*innen der Szenen auseinanderzusetzen.
Dies wird durch einige Videoformate unterstützt, die die Zuschauenden direkt ansprechen. Mit Betreten der Ausstellung tauchen die Besucher*innen in die Welt der
bekannten muslimischen Comic-Zeichnerin Soufeina Hamed (tuffix) ein, die mit ihrem Stil den Figuren ein Gesicht und der Szenerie ihren Charakter gibt. Die Alltagsszenen stellen Erfahrungen und Begegnungen junger Menschen in Deutschland dar – muslimisch oder nicht. So eröffnet sich ein vielschichtiger Erfahrungshorizont, in dem verschiedene Aspekte rund um die Themen Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus verhandelt werden. Vertieft werden die Themen der Szenen durch Texte direkt an den Stationen, durch eine Wissensstation im Zentrum der Ausstellung sowie durch zwei interaktive Spielstationen. Auch eigene Erfahrungen mit Diskriminierung haben dabei ihren Platz.

In dieser multimedialen und interaktiven Umgebung finden die Jugendlichen/Besucher*innen Impulse zur Reflexion rund um den deutschen Islamdiskurs, so zum Beispiel zu Zivilcourage, Antisemitismus oder kritischer Medienrezeption. „Was´ los, Deutschland!?“ wurde von der CD-Kaserne Celle entwickelt und realisiert. An der interdisziplinären Ausstellungsentwicklung waren Islamwissenschaftler*innen, Kulturanthropologen*innen, Jugendmarketing-Spezialist*innen, Theaterschauspieler*innen, Kulturwissenschaftler*innen und Systemische Fachleute ebenso beteiligt wie Mitglieder des muslimischen, satirischen YouTube-Formates „Datteltäter“ und des Theaterkollektivs „Markus und Markus“.
Finanziert wurde die Entwicklung der Ausstellung „Was‘ los, Deutschland!?“ durch das Landesdemokratiezentrum am Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium mit Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie durch die Stiftung Niedersachsen, das Niedersächsische
Kultusministerium und die Sparkasse Celle. Am Dienstag, den 15.10.2019 wird die Ausstellung im Rahmen einer Vernissage anlässlich der 8. Demokratiekonferenz in Höhr-Grenzhausen feierlich eröffnet, diese beginnt um 18.00 Uhr in der Gaststätte „Till Eulenspiegel“, Rathausstraße 34, 56203 Höhr-Grenzhausen. Zur Eröffnung der Ausstellung im Rahmen der 8. Demokratiekonferenz sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen. Anschließend wird die Ausstellung noch am Samstag, 19.10.2019 von 10-16 Uhr
im „Till Eulenspiegel“ für die Öffentlichkeit geöffnet sein. Gruppen und Schulklassen können die Ausstellung vom 15.10. – 24.10.2019 zwischen 8.00 und 16.00 Uhr besuchen, müssen ihren Besuch im Vorfeld jedoch anmelden, dies können Sie per E-Mail an info@paulev.de oder telefonisch unter: 0175-5247617
Ein Besuch der Ausstellung eignet sich für Klassen der Stufen 9 bis 12 der weiterführenden Schulen, sowie Jugendgruppen verschiedener Verbände wie beispielsweise: Feuerwehr, THW, Sportvereine, Jugendtreffs o.ä. Bitte geben Sie in der E-Mail oder bei ihrer Anmeldung folgende Daten an: Klasse bzw. Gruppenbezeichnung, ihren Wunschtermin und ihre Wunschzeit, Gruppengröße und Kontaktdaten unter denen Sie direkt zu erreichen sind.

Weitere Informationen zu den Beteiligten:
Das Konzeptionsteam der Ausstellung besteht aus dem Projektleiter, Kai Thomsen (CD-Kaserne), Viola Schmidt (Kulturanthropologin), Jannik Veenhuis (Islamwissenschaftler) und Stefanie Fritzsche (CD-Kaserne). Dieses Team wurde während der 1,5-jährigen Konzeption und Umsetzung der Ausstellung von zahlreichen Beteiligten unterstützt, beraten usw.
Unter anderem von einer Steuerungsgruppe, die bereits seit Beginn der Konzeption eingebunden ist. In der Steuerungsgruppe unter der Leitung von Dr. Menno Preuschaft sind das niedersächsische Landesdemokratiezentrum als Initiator der Ausstellung sowie das Niedersächsische Kultusministerium und die Landeszentrale für politische Bildung vertreten. Seit 2019 wird diese Gruppe durch eine Vertreterin der Stiftung Niedersachsen ergänzt. In der Entwicklungsphase der Ausstellung waren die Spieleentwickler Eva Felder aus Leipzig und Willy Dumaz aus Halle an der Konzeption beteiligt.
Künstlerische Kooperationspartner_innen: tuffix (Soufeina Hamed) – Betritt man die Ausstellung, so begibt man sich in die Welt von tuffix. Alle Figuren und Kulissen wurden von der Künstlerin für die Ausstellung gezeichnet. Als renommierte Zeichnerin veröffentlicht sich regelmäßig Comics und Cartoons, die sich meist auf die Themen: Identität, Rassismus und Islamophobie beziehen. Als interkulturelle Psychologin hat sie zudem einen anderen Blick auf diese Ausstellung und deren Wahrnehmungsebenen. „Die Datteltäter“ sind eine erfolgreiche YouTube-Gruppe, die aus muslimischer Perspektive kulturelle Klischees aufs Korn nimmt. Oft richten sich die Satiriker mit ihren Videos gegen Islamisten und Rechtsradikale. Die Datteltäter wurden bereits mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Grimme Online Award. Im Rahmen der Ausstellung sind die Datteltäter an den Figuren und der Dialog-Entwicklung beteiligt. Außerdem werden einige ihrer Videos innerhalb der Ausstellung gezeigt. Vom Team der Datteltäter sind beteiligt: Younes Al-Amayra, Fiete Aleksander, Marcel Sonneck, Said Haider, Nour-El-Houda Khelifi, Toya Zurkuhlen und Esra Karakaya. Markus&Markus ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim, das seit 2011 mit politischem Theater auf sich aufmerksam macht. In den Inszenierungen der Gruppe lösen sich oft die Grenzen zwischen Fiktion und Realität auf. Seit 2016 erhalten sie die Konzeptionsförderung des Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Im Sommersemester 2017 hatten sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig inne. Ihr neuestes Stück ist ein
Stück über den Islam, hier setzte sich das Theaterkollektiv auf der Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen intensiv mit der Thematik auseinander. Im Rahmen der Ausstellung haben Markus & Markus die Figuren und Dialoge mitentwickeln. Jens Eckhoff ist Multiinstrumentalist, Songwriter und Musikproduzent. Er ist Mitbegründer der Band „Wir sind Helden“, bei der er für Keyboards und Gitarren zuständig war und Hits wie „Guten Tag“, „Gekommen um zu bleiben“ und „Denkmal“ komponiert hat. Die Band hat 4 Studioalben veröffentlicht, erhielt etliche Auszeichnungen (u.a. 5 Echos und mehrere 1Live Kronen) Eckhoff betreibt sein eigenes Tonstudio in Hannover, wo er Songs und Alben für so unterschiedliche Künstler wie Bela B., Veronica Ferres oder Gisbert zu Knyphausen produziert. Eckhoff ist Preisträger des Praetorius Musikpreises Niedersachsen. Im Rahmen der Ausstellung obliegt Jens Eckhoff die künstlerische Konzeption der Multimediainhalte. Das Schlosstheater Celle & der Jugendclub des Schlosstheaters unterstützt das Projekt mit Schauspieler*innen, die den verschiedenen Figuren ihre Stimmen leihen und diese so zum Leben erwecken. Mit Werkhaus wurde auch im Bau der Ausstellung ein nachhaltiger und
beständiger Partner gefunden. Die niedersächsische Firma blickt auf jahrelange Messe- und Ausstellungsbauerfahrung zurück und ermöglicht durch ihr einmaliges Stecksystem einen leichten, dennoch stabilen Aufbau der Ausstellung, die sich so bundesweit an die verschiedenen Anforderungen er Ausstellungsorte anpassen lässt.

Kurzinfo:
Ausstellungstitel: Was´ los Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte.
Zeitraum: Dienstag, 15.10. – Donnerstag 24.10.2019
Vernissage: 15.10.2019, 18.00 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Projekt Arbeit und Lernen e.V. in Zusammenarbeit mit der
Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen

Kreativ zum Thema Demokratie

Im Rahmen einer Förderung durch das Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird ein Keramik-Kreativ-Projekt für interessierte Mitmach-Menschen von 10 – 100 Jahren angeboten. Von Mitte Oktober bis Dezember 2019.
Gesucht werden 7 bis max. 20 Personen, die Spaß daran haben, sich dem Thema Demokratie durch praktisches Tun anzunähern. In unserer Stadt, für uns Alle!
In Zusammenarbeit mit der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in Höhr-Grenzhausen, die bei dem Projekt Arbeit und Lernen e.V. angesiedelt ist, bieten Elisabeth und Stephan Bläsner (Keramikgestalterin, Keramiktechniker und Sozialarbeiter) das Projekt an.

Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ bietet den Rahmen, in welchem die beiden Dozenten „Wege zur Demokratie“ suchen und mit dem Material Ton gestalterisch umsetzen möchten. Dabei wünschen sie sich eine möglichst bunte Gruppe von Teilnehmenden, von jung bis alt, von hier und woanders, kenntnisarm oder -reich, neugierig, kritisch usw. – Demokratie erleben und verstehen im gemeinsamen TUN!

Zum einander Kennenlernen und zum Eintauchen ins Thema ist zunächst ein Tagesausflug zum „Haus der Geschichte“ in Bonn geplant. Danach werden die TeilnehmerInnen ca. 6 Wochen Zeit haben, zu diskutieren, Ideen zu entwickeln und diese keramisch umzusetzen. Die hierbei entstehenden, frei gestalteten Keramikfliesen werden frostfest gebrannt und sollen Platz finden im öffentlichen Raum der Verbandsgemeinde.

Vielleicht ein Anfang, der in Folgeprojekten ausgebaut werden kann.

Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der immer wieder aufs Neue mit Leben, Visionen und Wirklichkeit gefüllt werden muss!

Gruppengröße: 7 – 20 Personen
Beginn und Zeitraum: Samstag, 12.10.2019: gemeinsame Tagesfahrt zum Haus der Geschichte, Bonn
Donnerstag, 24.10.2019: 17:00 – 19:00 Uhr Keramikmuseum Westerwald (danach immer donnerstags, gleicher Zeitraum, bis ca. Ende November (6 Termine)
Kosten: kostenlos, aber nicht umsonst!
Anmeldung: (schriftlich oder telefonisch) wird erbeten bis zum 06.10.2019
Für Anmeldung und weitere Infos:
Elisabeth Dietz-Bläsner
mobil: 0174 866 99 11
Email: elisabeth.dietz-blaesner@gmx.de

Streitet euch!

Projekt Arbeit und Lernen P.A.u.L. e.V. (Fach- und Koordinierungsstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben“ Höhr-Grenzhausen)
Lädt ein zur Veranstaltung „Streitet euch!“: Über den demokratischen Umgang mit Populismus und Stammtischparolen.

Am 11.04.19, 19:00 Uhr ins Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, der Eintritt ist frei!

Referent ist Dr. phil. Christian Boeser-Schnebel, er studierte Pädagogik, Psychologie und Politik und ist nach verschiedenen Lehr- und Forschungstätigkeiten seit 2010 Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung an der Universität Augsburg.
Boeser-Schnebel ist Leiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Initiator eines Argumentationstrainings, in welchem es um die grundsätzliche Dialogfähigkeit unserer Gesellschaft gerade auch bei politischen Themen geht (www.politik-wagen.de).
Streit im Sinne des offenen Austragens von Meinungsverschiedenheiten ist für unsere Demokratie unverzichtbar. Wenn die demokratische Wertebasis berücksichtigt bleibt, ist Streit in der Demokratie auch ein Streit für die Demokratie, denn dann stärkt Streit die Demokratie. Nicht der Streit, also das offene Austragen von Meinungsverschiedenheiten, ist das Problem, sondern sowohl die Vermeidung von Streit als auch das feindselige Streiten sind auf Dauer für soziale Beziehungen (ob im Privaten oder in der Gesellschaft) tödlich. Insofern möchte die Abendveranstaltung zum Streit mit Andersdenkenden ermutigen und befähigen.

Die Sehnsucht nach dem Frühling

Was im März 2011 als friedlicher Protest gegen eine repressive Diktatur begann, wurde zum blutigsten Konflikt unserer Gegenwart.

Im Zentrum des Theaterstücks: eine syrische Familie, zerrissen wie das Land. Da ist Suleika, Sunnitin, eine junge Journalistin und Demonstrantin der ersten Stunde. Ihr geliebter Stiefvater, ein Alawit und Oberst der Arabisch-Syrischen Armee wird zu ihrem Gegner. Ihr Verlobter und anfänglicher Mitstreiter Walid radikalisiert sich und schließt sich der Al-Nusra-Front an. Nur Dawud, ihr Halbbruder und christlicher Militärarzt bleibt ihr Vertrauter. Mutter Aischa, Angehörige der sunnitischen Mehrheitsgesellschaft, versucht, ihre Familie in dieser schweren Zeit zusammenzuhalten.

Wir folgen dem Geschick dieser Familie von 2011 bis zur Gegenwart, erleben sie an Brennpunkten Syriens: Daraa, Damaskus, Homs, Jarmouk, Ghouta, Al-Raqqqa, Aleppo. Wir erfahren die Bitterkeit des Krieges und nehmen Anteil an dem verzweifelten Bemühen syrischer Menschen um ein friedliches Miteinander und um Versöhnung.

Am 13. März 2019 ab 19:30 im

Till Eulenspiegel

Höhr-Grenzhausen

Karten kostenlos im Rathaus der VG Höhr-Grenzhausen

Aktuelle Formen des Antisemitismus

Vortrag von Pierre Klapp:
Der Antisemitismus ist in Deutschland kein Phänomen der Vergangenheit, sondern
in seinen verschiedenen Formen und ihrer Verknüpfung noch immer allzu
präsent. Es ist nicht auf einzelne gesellschaftliche Gruppen begrenzt, sondern in
unterschiedlichen Ausprägungen in allen Teilen der Gesellschaft anzutreffen.
Es handelt sich um ein Ressentiment, das über die Jahrhunderte sein Auftreten
und seine Argumente immer wieder den veränderten Verhältnissen anpasst und
im Kern doch obsessiver Judenhass bleibt.

Am Donnerstag, 13.12.2018 um 19 Uhr im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, Lindenstraße 13
Der Eintritt ist frei!

Alles Heimat – oder was?

Was passiert, wenn sich zehn völlig unterschiedliche Menschen im Alter von 11 – 72 Jahren zusammenfinden, um gemeinsam ein Theaterstück zu entwickeln? Es wird spannend, bunt und abwechslungsreich und genauso vielseitig, wie die Darsteller selbst!

Unter dem Motto „Heimat“ entwarfen 10 Laiendarsteller unter der Leitung von Regisseur Udo Willer seit Mai 2018 ein Theaterstück mit dem Titel „Alles Heimat“. Beginnend mit der Überlegung „Was ist Heimat und was bedeutet das eigentlich für mich?“ entbrannte eine lebendige und kreative Diskussion, die zu einem ersten Konstrukt und zur Rahmenhandlung des Stückes führte: Ein Penner, eine Tänzerin, ein „zickiges“ Mädchen, eine Hobby-Horsing-Reiterin, ein Türke, ein Senior, eine Heimatvertriebene, ein Flüchtlingsmädchen und eine Ex-Zweite-Heimatlerin versuchen an einer Bushaltestelle einer Blinden zu helfen, die nicht mehr weiß und wissen will, was Heimat eigentlich ist. Alle versuchen verzweifelt, ihr das Gefühl von „Heimat“ spielend, streitend, dichtend, singend, tanzend und reitend wieder zurück zu geben. Aber die blinde Dame will nichts davon wissen. Doch zum guten Schluss steht fest: Heimat fühlt sich erst gemeinsam richtig gut an.
Als Darsteller agieren: Jens Becker, Verena Lodwig, Gisela Büchting, Claudia Büchting, Maya Alessa Jukic, Greta Pracht, Cihan Kadir Yavuz und Marie Smatanova.

Die Premiere findet am Sonntag, den 09. Dezember 2018 um 16.00 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“, Eintritt 6,- Euro statt.
Karten sind erhöltlich unter Tel.: 02624/7257 oder online unter www.juz-zweiteheimat.de

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm Demokratie leben.

Populismus entgegnen

Mit einfachen Bilder, Meinungen und Vergleichen machen Rechtspopulisten Stimmung für sich und gefährden dabei unsere Demokratie. Was ist da los? Kommen wir vom Weg der Freiheit ab? Und was können wir tun? Vor welche Herausforderungen wird die Politik vor Ort gestellt?

Die Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen möchte sich mit diesen Kernfragen auseinandersetzen und lädt alle interessierten Menschen ein.

Referent des Abends ist Florian Hartleb. Als promovierter Politikwissenschaftler arbeitet er als Publizist und Politikberater in Passau und Tallinn/Estland. Seit 2000 forscht er zu den Themen Populismus, Parteien und Radikalismus und ist Dozent an mehreren deutschen Universitäten.