Yes You Can! Ausbildung Zivilcourage-Trainer/in

Viele schauen aus Angst weg, wenn es zu gewalttätigen oder diskriminierenden Übergriffen kommt. Wie jedoch kann man eingreifen und helfen, ohne sich selbst zu gefährden? Genau darauf möchte die Zivilcouragetrainer/in-Ausbildung, die vom03. November bis zum 06. November 2016in der Europäischen Sportakademie stattfinden wird, Antworten geben.


Das von der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V., Trier, in Kooperation mit der Leitstelle „Kriminalprävention“ geförderte und durchgeführte Projekt bildet Trainer/innen für Zivilcourage aus. Zielgruppe des Angebots sind Multiplikator/innen, Gruppenleiter/innen und Trainer/innen. Neben Reflexion, Offenheit und Engagement sind die Bereitschaft, Körperkontakt, eigene Diskriminierung und psychosoziale Grenzsituationen zu erleben, Voraussetzungen für die Teilnahme. 


Für die 4-tägige Ausbildung ist ein Kostenbeitrag von 100 € (inkl. Buch, Verpflegung und Unterkunft) zu leisten.

Veranstaltungsgolder

https://kriminalpraevention.rlp.de/de/service/aktuelle-nachrichten/detail/news/detail/News/yes-you-can-ausbildung-zivilcourage-trainerin/

Ein Abend voller Emotionen und mitreißender Musik

„Bärenstarkes“ Konzert der Begegnung – 400 begeisterte Zuschauer in Höhr-Grenzhausen

Keine großen Diskussionen, tolle Musik und jede Menge Informationen rund um das Thema Flüchtlinge versprach Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, zu Beginn beim „Konzert der Begegnung“ in der Aula der Ernst-Barlach-Realschule plus: Etwa 400 Besucher waren denn auch nach dem dreistündigen Programm begeistert, das kurzweilig und abwechslungsreich alle Altersschichten ansprach.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Musik, die wesentlich von der Rockgruppe „Bärenspiel“ und der Realschulband präsentiert wurde. Gefühlvoll moderierte Bärenspiel-Frontmann Markus Fischer durch das Programm – einem roten Faden gleich, nahm er die Besucher an die Hand und führte sie zu immer neuen „Begegnungen“, um „zu zeigen, was in der Kannenbäckerstadt in der Flüchtlingshilfe geleistet wird“, wie Fischer es ausdrückte.

Bärenstark gleich zu Anfang der neue Song „Wir sind das Volk“, mit dem der Parolenmissbrauch aufs Korn genommen wurde; oder die musikalische Begegnung zwischen Okzident und Orient und dem türkischen Gast Oender Özogul, der seiner Saz (einer Art Langhalslaute) ungewöhnliche Töne entlockte.

Eine ganz andere Richtung präsentierte die A-capella-Gruppe „Krumme Zingenöhl“, die den zahlreich erschienenen Geflüchteten ihre neue Heimatstadt musikalisch vorstellte und viel Beifall erntete – vor allem der Anti-Rassismus-Aufruf auf Höhrer Platt. Gut an kam auch das rhythmisch eingängige Musikvideo der Schillerschule „Rassismus fängt zu Hause an“, das bewies, dass Integration in der Kannenbäckerstadt wirklich gelebt wird. Hintergründiges lieferte der Therapeut und Buchautor Dr. Mathias Jung mit einem Wortbeitrag – sein Motto: „Handeln und helfen, das macht uns reicher.“

Bei der notwendigen „Luftpause“ im Freien begegnete man sich persönlich, informierte sich mit ausgedruckten Kurzporträts über Geflüchtete oder bestaunte am Nähstand von Anja Marotz die von fünf somalischen Frauen kunstvoll gefertigten Taschen.

Mit einem tollen Hingucker startete die zweite Hälfte: die erst elfjährige Carina Zimmert aus Hundsdorf hämmerte gekonnt das Schlagzeug und das Publikum wurde beim Video mit der Familie Khello ausnahmsweise mal mucksmäuschenstill – bewegende Statements zu ihrer Heimatstadt Aleppo, zur Flucht, dem zermürbenden Kirchenasyl und das Bekenntnis „hier neue Freunde gefunden zu haben“. Ein toller Beitrag vom heimischen Videokünstler Mirco Moskopp, der ins Herz traf.

Dass die Realschulband nicht nur Lieder gekonnt covern kann (von Adele oder Bourani etwa), zeigte sie anschließend leider vor schwindendem Publikum. Großen Beifall gab es für das eigens zum Thema passende Lied „Dazugehören“. Lokalkolorit boten Oliver und Paula Heine zusammen mit Silke Schott mit einem Lied über den alten Streit zwischen Höhr und Grenzhausen, ehe „Bärenspiel“ noch für ihre treue Fangemeinde einige alte Hits präsentierten und zum großen „Wir sind das Volk“-Finale alle Beteiligten auf die Bühne holte.

Ein rundum gelungener Abend, bei dem aus zeitlichen Gründen auf Übersetzungen in die arabische Sprache weitgehend verzichtet wurde. Zudem stand kein „echter geflüchteter Künstler“ auf der Bühne. Der junge Syrer Farhad Cheikho wollte mit seiner Saz ein kurdisches Lied spielen, erkrankte jedoch kurz vor dem Auftritt. Was bleibt? Bärenspiel-Bandleader Fischer hat seine Idee gekonnt umgesetzt, dank des Bundesprogramms „Demokratie leben“ wurde die Veranstaltung finanziell gut unterstützt, der Realschul-Förderverein hat das Konzert prächtig gemanagt – und wir alle haben durch „diese Begegnungen viel erfahren“, wie es ein Besucher treffend beschrieb.

Schiller-Schule setzt Zeichen gegen Rassismus

Bei der Benefiz-Veranstaltung „Konzert der Begegnung“ am 22. Mai 2016 in der Aula stellten die Schülerinnen und Schüler der Schiller-Schule ihr selbst produziertes Musikvideo gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit vor.

Das Video wurde nach einem eintägigen Workshop mit Mando, dem mehrfachen Deutschen Meister, Europameister und Mannschaftsvizeweltmeister im Beatboxen, einem professionellen Kamerateam und einer Regisseurin in Höhr-Grenzhausen gedreht.

Das beeindruckende und tolle Ergebnis können Sie ab sofort auf YouTube bewundern:

Ausführliche Infos zum „Konzert der Begegnung“ veröffentlicht

Bärenspiel und Realschul-Band beim „Konzert der Begegnung“

Geflüchtete stehen im Fokus am 22. Mai 2016 um 18 Uhr.

Konzert der Begegnung

138 geflüchtete Menschen leben derzeit in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Sie stehen besonders im Mittelpunkt beim „Konzert der Begegnung“ am Sonntag, 22. Mai um 18 Uhr, in der Aula der Ernst-Barlach-Realschule im Schulzentrum Auf dem Scheidtberg. Top-Acts der Veranstaltung sind die deutsche Poetry-Rockgruppe „Bärenspiel“ und die Realschul-Band. Außerdem tritt die A-capella-Formation „Krumme Zingenöhl“ auf, bekannt aus dem Karneval der Kannenbäckerstadt. Das Konzert kostet keinen Eintritt.

Bereits Ende 2015 warb „Bärenspiel“-Bandleader Markus Fischer für die Konzertidee bei Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. „Mit dem Konzert Begegnungen wollen wir die breite Öffentlichkeit in unserer Verbandsgemeinde über die Situation der Flüchtlinge informieren“, erklärt Becker den Sinn der Veranstaltung. Dabei werde künstlerisch verpackte und bebilderte Musik als Transportweg für den Austausch mit Flüchtlingen genutzt, so der VG-Chef. „Mit großem Engagement haben sich der Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule plus und die beteiligten Künstler und Musiker dem Thema angenommen und werden uns einen großartigen Abend bereiten“, ist sich Becker sicher.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mit Flüchtlings-Koordinator Stefan Wolfram, „Zweite Heimat“-Chef Werner Bayer sowie Realschul-Konrektor Franz-Josef Gerz und seinem Helferteam. Der Förderverein der Realschule hat die Trägerschaft des Konzertes übernommen und sorgt auch für das Catering während der Veranstaltung.

Während der Überleitung zwischen den einzelnen Programmpunkten werden kurze Videoclips die Situation verschiedener Geflüchteter in der Verbandsgemeinde beleuchten. Markus Fischer: „Es soll eine Begegnung auf Augenhöhe sein zwischen Deutschen und den derzeit hier lebenden ausländischen Mitbürgern.“ Ein Großteil der „Bärenspiel“-Lieder handeln denn auch speziell von der Flüchtlings-Problematik und werden erstmals aufgeführt. „Wir wollen Mauern ab- und Brücken aufbauen“, bekräftigt denn auch Fischer, der auf viele neugierige Zuhörer hofft. Damit die Geflüchteten nicht nur hier im Westerwald eine neue Bleibe gefunden haben, sondern schon bald „Dazugehören“ – so heißt auch der Titel eines Liedes, das ein Realschullehrer gedichtet hat und zusammen mit einem Schüler vortragen wird.

Am Rande der Veranstaltung informieren Schulen, Jugendforum, Verbandsgemeinde und Geflüchtete selbst über die Situation rund um das Thema an besonderen Ständen.
Dabei werden eine Reihe Geflüchteter selbst vor Ort sein und in einem persönlichen Gespräch ihre Situation schildern.

Quelle: Kannenbäckerland Kurier, April 2016

Konzert der Begegnung am 22. Mai 2016

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ richtet der Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule Plus am 22. Mai 2016 ab 18:00 Uhr ein Konzert der Begegnung in der Aula der Realschule aus. Das Konzert bietet durch sein breit gefächertes Programm für alle Bürgerinnen und Bürger sowie die geflüchteten Menschen in Höhr-Grenzhausen einen bunten Rahmen zum Kennenlernen und zum Informationsaustausch. Neben der Rockband der Realschule konnten die Verantwortlichen auch die Band „Bärenspiel“ und die „Krumme Zingenöhl“ für eine Teilnahme gewinnen.

Konzert der Begegnung

Einladung zum Begegnungscafé

Einladung zum Begegnungscafé am Elternsprechtag, Freitag, 22. April 2016 zwischen 15.00 und 18.00 Uhr.

Die Zuwanderungs- und Flüchtlingssituation stellt auch die Ernst-Barlach-Realschule Plus vor die besondere Herausforderung, Kinder ohne Deutschkenntnisse in den Unterricht zu integrieren.
In den letzten zweieinhalb Jahren kamen etwa 35 Kinder aus den Ländern Syrien, Ekuador, Bulgarien, Mazedonien, Moldawien, Tschetschenien, Italien, Afghanistan und Polen an die Schule. Sie wurden anfangs mit ca. 20 Stunden wöchentlich in einem Intensivkurs in Deutsch unterrichtet und sind die restlichen Stunden in einer altersgemäßen Klasse, um die Integration in den Schulalltag zu ermöglichen. In diese Klasse werden sie je nach individuellen Lernfortschritten immer stärker eingebettet mit dem Ziel, nach einem Jahr dem regulären Klassenunterricht zu folgen und sich in der Klassengemeinschaft wohl zu fühlen. Mit dem Erlernen der deutschen Sprache allein ist sicherlich keine Integration zu schaffen, es gehören auch die Vernetzung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dazu.

Begegnungscafe

Die Steuergruppe “Interkulturalität“ hat an der Schule aus diesem Grunde ein Begegnungscafé ins Leben gerufen. In der Aula haben Schüler, Eltern, Lehrer und die Bevölkerung Gelegenheit, sich in entsprechender Atmosphäre über dieses aktuelle Thema an unserer Schule zu informieren. Zwischen 15 und 18 Uhr können Sie mit Schülern und Eltern der Zugewanderten ins Gespräch kommen und darüber hinaus ihre landestypischen Spezialitäten probieren, die von ihnen liebevoll zubereitet werden.

Integration gelingt nur mit dem Einsatz und Willen beider Seiten.

Sie sind herzlich eingeladen, während des Elternsprechtages einen Blick in die Schule zu werfen und an der Begegnung zwischen den Kulturen teil zu haben.

Erste Demokratie-Konferenz 2016 erfolgreich stattgefunden

Die erste Demokratie-Konferenz 2016 informierte Bürgerinnen und Bürger über die Willkommenskultur in Höhr-Grenzhausen und die Arbeit im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen hat auch im Jahr 2016 im Rahmen des durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgelegten Programms „Demokratie leben!“ die Möglichkeit, Einzelprojekte zur Förderung von zivilem Engagement und demokratischem Verhalten zu unterstützen.

Um sich über die geplanten Projekte und Aktivitäten im Bundesprogramm zu informieren und einen aktuellen Überblick über die Arbeit in der Willkommenskultur für geflüchtete Menschen in Höhr-Grenzhausen zu erhalten, haben sich am 13. April 2016 rund 50 Personen auf Einladung von Bürgermeister Thilo Becker und Stefan Wolfram, Koordinierungs- und Fachstelle für „Demokratie leben!“, im CeraTechCenter Höhr-Grenzhausen eingefunden.

Demokratie-Konferenz 012016

Stefan Wolfram eröffnete in seiner Funktion als Koordinierungs- und Fachstelle in Höhr-Grenzhausen die Konferenz und begrüßte alle Anwesenden. Auch Bürgermeister Thilo Becker begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen recht herzlich. Bürgermeister Becker hob hervor, dass Demokratie und demokratisches Verständnis eine der Grundpfeiler unserer Gesellschaft sind, welche es immer wieder mit Leben zu füllen gilt. Gerade aus diesem Grund wird in Höhr-Grenzhausen großer Wert auf die Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gelegt, so Becker weiter. Bürgermeister Becker betonte, das Lernen von Demokratie und demokratischem Verhalten müsse schon bei den Jüngsten der Gesellschaft einsetzen und vorgelebt werden. Daher ist Becker besonders stolz, dass seit Beginn des Jahres ein Jugendforum in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen etabliert werden konnte. Hier engagieren sich inzwischen 15 Jugendliche für Höhr-Grenzhausen und entwickeln Projekte. Im Rahmen einer Teilnahme an einer Sitzung des Jugendforums konnte sich Herr Becker bereits selbst ein Bild von der Arbeit der Jugendlichen machen und betonte, dass die Dynamik und das Engagement ihn beeindruckt haben. Die anwesenden Mitglieder des Jugendforum bat er, ihr Engagement für demokratische Strukturen und ihre Möglichkeit zur Beteiligung an demokratischen Prozessen weiter aufrecht zu erhalten.

Darüber hinaus dankte Becker auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit für ihre außerordentlich wertvolle Arbeit für die geflüchteten Menschen.

Bürgermeister Becker informierte die Anwesenden im Anschluss über das am 22. Mai 2016 stattfindende Konzert der Begegnung, das im Rahmen einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ von dem Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule Plus ausgerichtet wird. Für das Konzert konnten die Verantwortlichen die Band „Bärenspiel“ gewinnen, welche u.a. gemeinsam mit der Rockband der Realschule den Abend gestalten wird. Herr Becker sprach eine herzliche Einladung an alle Anwesenden zu dem Konzert der Begegnung aus. Darüber hinaus wird auch die DiTip Türkisch-Islamische Gemeinde zu Höhr-Grenzhausen e.V. in diesem Jahr ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms durchführen. Hierzu konnten die Vereinsverantwortlichen den renommierten Islamwissenschaftler Dr. Bekir Alboga gewinnen. Herr Becker betonte, dass gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen eine Zusammenarbeit aller kulturellen und sozialen Akteure wichtig ist, und lädt auch zu der am 31. Mai 2016 im Keramikmuseum stattfindenden Veranstaltung herzlich ein.

Anne-Kathrein Bierenfeld, Mitarbeiterin des Sozialamtes der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, gab den Anwesenden anschließend einen kurzen Überblick über die aktuellen Zahlen der geflüchteten Menschen in Höhr-Grenzhausen. Demnach werden durch das Sozialamt der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen aktuell 138 Geflüchtete betreut, hiervon stammt mit 66 Personen der überwiegende Anteil aus Syrien. Im Laufe der letzten Monate ist es der Verbandsgemeinde gelungen, alle Personen in dezentrale Wohnungen unterzubringen, so dass eine Kasernierung vermieden werden, und von Beginn an die Integration in das Gefüge der Verbandsgemeinde starten konnte. Frau Bierenfeld informierte, dass im Jahr 2016 bisher fünf Personen freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Ebenso vielen Personen wurde seit Januar durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Flüchtlingseigenschaft nach der Genfer Konvention zuerkannt. Abschließend dankte auch Frau Bierenfeld den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Flüchtlingsarbeit für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Daran anknüpfend stellte Stefan Wolfram die aktuell in Höhr-Grenzhausen im Rahmen der Willkommenskultur eingerichteten Angebote vor. Neben der Betreuung durch das Sozialamt der Verbandsgemeinde werden über die Flüchtlingskoordination der Seconhand-Shop O.A.S.E., das Café Welcome, zahlreiche Deutschkurse, eine Nähwerkstatt und das Möbellager angeboten. Darüber hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Kinderkleider-Lädchen des Kinderschutzbundes Höhr-Grenzhausen und den Migrationsdiensten von Caritas und Diakonie.
Die bestehenden Angebote können auch in diesem Jahr durch einige Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ergänzt werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Begleitausschuss als Entscheidungsgremium über eingereichte Förderanträge für drei Arbeitsbereiche entschieden. So sollen Projekte zur Prävention von Rechtsextremismus sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Projekte im Bereich der Flüchtlingsthematik & Willkommenskultur sowie im Rahmen einer Woche der Demokratie durchgeführt werden. Stefan Wolfram stellt anschließend die für 2016 geplanten Projekte vor.
Im Bereich Prävention von Rechtsextremismus sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wird der Vortrag des renommierten Islamwissenschaftlers Dr. Bekir Alboga zum Thema „Der Islam – Vom Streit zum Gespräch“ durchgeführt werden. Es werden Vorträge von Andreas Speit und Dr. Nils Franke zu Entwicklungen der rechten Szene u. a. am Praxisbeispiel Pegida stattfinden. Der ehemalige NPD-Funktionär Stefan Rochow wird in seinem Vortrag „Einblicke in rechte Lebenswelten“ über seine Erfahrungen in der NPD berichten. Darüber hinaus wird die Ausstellung „Wenn ihr hier ankommt….“ von Christoph Gann gezeigt, die sich mit dem Schicksal einer jüdischen Familie zwischen Kindertransport und gescheiterter Migration befasst. Und es wird unter diesem Themenbereich im Rahmen von Schulaufführungen an der Ernst-Barlach-Realschule plus sowie dem Gymnasium im Kannenbäckerland zwei Theaterstücke zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geben. Das in 2015 begonnene Filmprojekt der Schiller-Schule „Rassismus fängt zuhause an…“ wird unter diesem Themenschwerpunkt ebenfalls abgeschlossen werden.

Im Bereich der Flüchtlingsthematik & Willkommenskultur wird das beliebte „Café Welcome“ auch in 2016 als Einzelprojekt im Rahmen des Bundesprogramms weiter fortgeführt. Die evangelische Kirche Höhr-Grenzhausen führt ein Begegnungscafé speziell für geflüchtete Eltern mit Kindern sowie Migranten und Migrantinnen in Höhr-Grenzhausen als Einzelprojekt durch. Wobei das Begegnungscafé ausdrücklich nicht in Konkurrenz zu dem Café Welcome steht, da es dienstags stattfinden wird. Darüber hinaus wird am 22. Mai 2016 das Konzert der Begegnung durch den Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule plus als Einzelprojekt durchgeführt. In diesem Rahmen soll auch das Einzelprojekt „Band mit Flüchtlingen“ den ersten Auftritt haben, hier sollen einheimische Musiker mit interessierten Geflüchteten musizieren.

Im Rahmen der Woche der Demokratie werden einige der vorgenannten Einzelprojekte stattfinden. Die Woche der Demokratie soll mit dem Tag der Demokratie ihren Abschluss finden, an welchem u. a. die in den Jahren 2015 und 2016 durchgeführten Projekte noch einmal vorgestellt werden. Die genauen Termine für die einzelnen Vorträge und Veranstaltungen werden gesondert veröffentlicht.

Das Jugendforum, welches wie Bürgermeister Becker bereits zu Beginn mitteilte, zwischenzeitlich mit 15 Jugendlichen besetzt ist, stellt darüber hinaus eine separate Säule dar. Auch Stefan Wolfram lobte noch einmal die engagierte Arbeit der Jugendlichen und freut sich auf viele interessante Projekte der Jugendlichen.