Woche der Demokratie in Höhr-Grenzhausen

Vom 23. September bis zum 1. Oktober 2016 wird in Höhr-Grenzhausen im Rahmen der ersten „Woche der Demokratie“ ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt.

Der Auftakt findet am 23. September 2016 um 18:00 Uhr im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Wenn ihr hier ankommt“ im Kasino Höhr-Grenzhausen, Kasinostraße 7 statt. Die Eröffnung wird vom Kurator der Ausstellung Christoph Gann und von einer Lesung aus den Briefen von Eva Mosbacher durch die Schauspielerin Liljana Elges begleitet.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Schicksal einer jüdischen Familie zwischen Kindertransport und gescheiterter Emigration. Briefe, Dokumente und Bilder schildern das Leben der Familie Mosbacher und ihr Schicksal. Hoffnung auf baldiges Wiedersehen prägt das Leben aller Beteiligten. Freude, Trauer und Zorn über Rückschläge spiegeln sich in den Briefwechseln. Sie verdeutlichen die verzweifelte Lage vieler jüdischer Familien vor rund 75 Jahren.
Im Anschluss ist die Ausstellung vom 26. September bis zum 10. Oktober 2016 während der Öffnungszeiten im Rathaus der Verbandsgemeinde, Rathausstraße 48, 56203 Höhr-Grenzhausen zu sehen.

Am Montag, 26. September 2016 sind die renommierten Rechtsextremismus-/Rechtspopulismusexperten Dr. Nils Franke und Andreas Speit („Die Tageszeitung“) mit Ihren Vorträgen zu den Themen „Die neue Rechte“ und „Die rechte Szene“ ab 19:00 Uhr zu Gast im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen.

Zur zweiten Demokratie-Konferenz laden Bürgermeister Thilo Becker und Stefan Wolfram, Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ bei P.A.u.L. e.V., am 27. September 2016 um 18:00 Uhr ins CeraTechCenter ein. Hier erhalten Interessierte alle Informationen zur Entwicklung des Bundesprogramms und der aktuellen Willkommenskultur in Höhr-Grenzhausen.

Am 28. September 2016 findet um 19:00 Uhr der Vortrag „Meine Erlebnisse in der NPD“ von und mit Stefan Rochow im Keramikmuseum statt.

Den Abschluss der ersten Demokratie-Woche in Höhr-Grenzhausen bildet der „Tag der Demokratie“ mit einem Brunch der Kulturen am 1. Oktober 2016 ab 10:00 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“. Hier werden alle in der Verbandsgemeinde durchgeführten Aktionen und Projekte im Bundesprogramm vorgestellt und von einem attraktiven Programm für Jung und Alt begleitet.

Der Eintritt ist an allen Veranstaltungstagen frei!
Nähere Informationen finden Sie auch unter www.demokratie-leben.hoehr-grenzhausen.de.

Einladung zur 2. Demokratie-Konferenz 2016

Am 27. September 2016 um 18:00 Uhr findet im CeraTech Center (Rheinstraße 60 A, Höhr-Grenzhausen) die zweite Demokratie-Konferenz 2016 statt.

Inhalte der Veranstaltung sind Informationen zu den aktuell über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geplanten Projekte sowie der aktuelle Stand der Arbeit im Bereich der „Willkommenskultur“.
Neben den verschiedenen Informationen soll die Veranstaltung den Teilnehmern darüber hinaus auch Vernetzungsmöglichkeiten und interessante Gespräche bieten.

Zu der Veranstaltung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen eingeladen.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie in der Einladung zur 2. Demokratie-Konferenz 2016.

Yes You Can! Ausbildung Zivilcourage-Trainer/in

Viele schauen aus Angst weg, wenn es zu gewalttätigen oder diskriminierenden Übergriffen kommt. Wie jedoch kann man eingreifen und helfen, ohne sich selbst zu gefährden? Genau darauf möchte die Zivilcouragetrainer/in-Ausbildung, die vom03. November bis zum 06. November 2016in der Europäischen Sportakademie stattfinden wird, Antworten geben.


Das von der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V., Trier, in Kooperation mit der Leitstelle „Kriminalprävention“ geförderte und durchgeführte Projekt bildet Trainer/innen für Zivilcourage aus. Zielgruppe des Angebots sind Multiplikator/innen, Gruppenleiter/innen und Trainer/innen. Neben Reflexion, Offenheit und Engagement sind die Bereitschaft, Körperkontakt, eigene Diskriminierung und psychosoziale Grenzsituationen zu erleben, Voraussetzungen für die Teilnahme. 


Für die 4-tägige Ausbildung ist ein Kostenbeitrag von 100 € (inkl. Buch, Verpflegung und Unterkunft) zu leisten.

Veranstaltungsgolder

https://kriminalpraevention.rlp.de/de/service/aktuelle-nachrichten/detail/news/detail/News/yes-you-can-ausbildung-zivilcourage-trainerin/

Ein Abend voller Emotionen und mitreißender Musik

„Bärenstarkes“ Konzert der Begegnung – 400 begeisterte Zuschauer in Höhr-Grenzhausen

Keine großen Diskussionen, tolle Musik und jede Menge Informationen rund um das Thema Flüchtlinge versprach Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, zu Beginn beim „Konzert der Begegnung“ in der Aula der Ernst-Barlach-Realschule plus: Etwa 400 Besucher waren denn auch nach dem dreistündigen Programm begeistert, das kurzweilig und abwechslungsreich alle Altersschichten ansprach.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Musik, die wesentlich von der Rockgruppe „Bärenspiel“ und der Realschulband präsentiert wurde. Gefühlvoll moderierte Bärenspiel-Frontmann Markus Fischer durch das Programm – einem roten Faden gleich, nahm er die Besucher an die Hand und führte sie zu immer neuen „Begegnungen“, um „zu zeigen, was in der Kannenbäckerstadt in der Flüchtlingshilfe geleistet wird“, wie Fischer es ausdrückte.

Bärenstark gleich zu Anfang der neue Song „Wir sind das Volk“, mit dem der Parolenmissbrauch aufs Korn genommen wurde; oder die musikalische Begegnung zwischen Okzident und Orient und dem türkischen Gast Oender Özogul, der seiner Saz (einer Art Langhalslaute) ungewöhnliche Töne entlockte.

Eine ganz andere Richtung präsentierte die A-capella-Gruppe „Krumme Zingenöhl“, die den zahlreich erschienenen Geflüchteten ihre neue Heimatstadt musikalisch vorstellte und viel Beifall erntete – vor allem der Anti-Rassismus-Aufruf auf Höhrer Platt. Gut an kam auch das rhythmisch eingängige Musikvideo der Schillerschule „Rassismus fängt zu Hause an“, das bewies, dass Integration in der Kannenbäckerstadt wirklich gelebt wird. Hintergründiges lieferte der Therapeut und Buchautor Dr. Mathias Jung mit einem Wortbeitrag – sein Motto: „Handeln und helfen, das macht uns reicher.“

Bei der notwendigen „Luftpause“ im Freien begegnete man sich persönlich, informierte sich mit ausgedruckten Kurzporträts über Geflüchtete oder bestaunte am Nähstand von Anja Marotz die von fünf somalischen Frauen kunstvoll gefertigten Taschen.

Mit einem tollen Hingucker startete die zweite Hälfte: die erst elfjährige Carina Zimmert aus Hundsdorf hämmerte gekonnt das Schlagzeug und das Publikum wurde beim Video mit der Familie Khello ausnahmsweise mal mucksmäuschenstill – bewegende Statements zu ihrer Heimatstadt Aleppo, zur Flucht, dem zermürbenden Kirchenasyl und das Bekenntnis „hier neue Freunde gefunden zu haben“. Ein toller Beitrag vom heimischen Videokünstler Mirco Moskopp, der ins Herz traf.

Dass die Realschulband nicht nur Lieder gekonnt covern kann (von Adele oder Bourani etwa), zeigte sie anschließend leider vor schwindendem Publikum. Großen Beifall gab es für das eigens zum Thema passende Lied „Dazugehören“. Lokalkolorit boten Oliver und Paula Heine zusammen mit Silke Schott mit einem Lied über den alten Streit zwischen Höhr und Grenzhausen, ehe „Bärenspiel“ noch für ihre treue Fangemeinde einige alte Hits präsentierten und zum großen „Wir sind das Volk“-Finale alle Beteiligten auf die Bühne holte.

Ein rundum gelungener Abend, bei dem aus zeitlichen Gründen auf Übersetzungen in die arabische Sprache weitgehend verzichtet wurde. Zudem stand kein „echter geflüchteter Künstler“ auf der Bühne. Der junge Syrer Farhad Cheikho wollte mit seiner Saz ein kurdisches Lied spielen, erkrankte jedoch kurz vor dem Auftritt. Was bleibt? Bärenspiel-Bandleader Fischer hat seine Idee gekonnt umgesetzt, dank des Bundesprogramms „Demokratie leben“ wurde die Veranstaltung finanziell gut unterstützt, der Realschul-Förderverein hat das Konzert prächtig gemanagt – und wir alle haben durch „diese Begegnungen viel erfahren“, wie es ein Besucher treffend beschrieb.

Schiller-Schule setzt Zeichen gegen Rassismus

Bei der Benefiz-Veranstaltung „Konzert der Begegnung“ am 22. Mai 2016 in der Aula stellten die Schülerinnen und Schüler der Schiller-Schule ihr selbst produziertes Musikvideo gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit vor.

Das Video wurde nach einem eintägigen Workshop mit Mando, dem mehrfachen Deutschen Meister, Europameister und Mannschaftsvizeweltmeister im Beatboxen, einem professionellen Kamerateam und einer Regisseurin in Höhr-Grenzhausen gedreht.

Das beeindruckende und tolle Ergebnis können Sie ab sofort auf YouTube bewundern:

Ausführliche Infos zum „Konzert der Begegnung“ veröffentlicht

Bärenspiel und Realschul-Band beim „Konzert der Begegnung“

Geflüchtete stehen im Fokus am 22. Mai 2016 um 18 Uhr.

Konzert der Begegnung

138 geflüchtete Menschen leben derzeit in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Sie stehen besonders im Mittelpunkt beim „Konzert der Begegnung“ am Sonntag, 22. Mai um 18 Uhr, in der Aula der Ernst-Barlach-Realschule im Schulzentrum Auf dem Scheidtberg. Top-Acts der Veranstaltung sind die deutsche Poetry-Rockgruppe „Bärenspiel“ und die Realschul-Band. Außerdem tritt die A-capella-Formation „Krumme Zingenöhl“ auf, bekannt aus dem Karneval der Kannenbäckerstadt. Das Konzert kostet keinen Eintritt.

Bereits Ende 2015 warb „Bärenspiel“-Bandleader Markus Fischer für die Konzertidee bei Thilo Becker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. „Mit dem Konzert Begegnungen wollen wir die breite Öffentlichkeit in unserer Verbandsgemeinde über die Situation der Flüchtlinge informieren“, erklärt Becker den Sinn der Veranstaltung. Dabei werde künstlerisch verpackte und bebilderte Musik als Transportweg für den Austausch mit Flüchtlingen genutzt, so der VG-Chef. „Mit großem Engagement haben sich der Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule plus und die beteiligten Künstler und Musiker dem Thema angenommen und werden uns einen großartigen Abend bereiten“, ist sich Becker sicher.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mit Flüchtlings-Koordinator Stefan Wolfram, „Zweite Heimat“-Chef Werner Bayer sowie Realschul-Konrektor Franz-Josef Gerz und seinem Helferteam. Der Förderverein der Realschule hat die Trägerschaft des Konzertes übernommen und sorgt auch für das Catering während der Veranstaltung.

Während der Überleitung zwischen den einzelnen Programmpunkten werden kurze Videoclips die Situation verschiedener Geflüchteter in der Verbandsgemeinde beleuchten. Markus Fischer: „Es soll eine Begegnung auf Augenhöhe sein zwischen Deutschen und den derzeit hier lebenden ausländischen Mitbürgern.“ Ein Großteil der „Bärenspiel“-Lieder handeln denn auch speziell von der Flüchtlings-Problematik und werden erstmals aufgeführt. „Wir wollen Mauern ab- und Brücken aufbauen“, bekräftigt denn auch Fischer, der auf viele neugierige Zuhörer hofft. Damit die Geflüchteten nicht nur hier im Westerwald eine neue Bleibe gefunden haben, sondern schon bald „Dazugehören“ – so heißt auch der Titel eines Liedes, das ein Realschullehrer gedichtet hat und zusammen mit einem Schüler vortragen wird.

Am Rande der Veranstaltung informieren Schulen, Jugendforum, Verbandsgemeinde und Geflüchtete selbst über die Situation rund um das Thema an besonderen Ständen.
Dabei werden eine Reihe Geflüchteter selbst vor Ort sein und in einem persönlichen Gespräch ihre Situation schildern.

Quelle: Kannenbäckerland Kurier, April 2016

Konzert der Begegnung am 22. Mai 2016

Im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ richtet der Förderverein der Ernst-Barlach-Realschule Plus am 22. Mai 2016 ab 18:00 Uhr ein Konzert der Begegnung in der Aula der Realschule aus. Das Konzert bietet durch sein breit gefächertes Programm für alle Bürgerinnen und Bürger sowie die geflüchteten Menschen in Höhr-Grenzhausen einen bunten Rahmen zum Kennenlernen und zum Informationsaustausch. Neben der Rockband der Realschule konnten die Verantwortlichen auch die Band „Bärenspiel“ und die „Krumme Zingenöhl“ für eine Teilnahme gewinnen.

Konzert der Begegnung